Sommeraktion Bedingrade und Dellwig
Die Sommeraktion lief unter dem Namen: "Der Natur etwas zurückgeben". Eine Gruppe von 30 Personen folgten der Einladung im Rahmen der CDU Sommeraktion und wanderten auf einer ca. 3 km langen Strecke entlang des renaturierten Läppkes Mühlenbaches in einen Park, in den Gleispark von Frintrop und Dellwig. Unter fachkundiger Führung des Dipl. –Umweltwissenschaftlers Bernhard Demel erfuhr die Gruppe wie aus einem in Europa größten ehemaligen und sehr intensiv genutzten Verschiebe- und Sammelbahnhof für Güter der Gute Hoffnungshütte und des Bergbaues ein kleines Naturparadies geworden ist. Wo früher die Dampfloks fauchten und der Lokschuppen für den Reparaturbetrieb stand und die Waggons mit Lärm in der Gleisharfe rangiert wurden quaken jetzt Frösche und hoppeln die Kaninchen. Dem ehemaligen Brachland wurde ein Stück Natur zurückgegeben. Hier konnte sich Natur frei entwickeln und seltene Arten an Flora und Fauna zurückgewinnen. Bernhard Demel hat sehr viel über die hier wachsenden Pflanzen erzählt und auf die Insekten aufmerksam gemacht, die sich auf den Wegen aufwärmten. Als Zeugnis des ehemaligen Verschiebe- und Sammelbahnhofs haben Landschaftsarchitekten Aussichtsplattformen gebaut um dem Besucher die Perspektive zu zeigen, wie der Lokführer es gesehen hat oder wie die „Ablauframpen“ verliefen und in den Gleisen die Waggons zusammengestellt wurden. Klaus-Dieter Pfahl, Borbecks stellvertretender Bezirksbürgermeister und Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsverein Essen-Dellwig/Gerschede 1910 e.V., konnte aus der damaligen Zeit aus seinen eigenen Erfahrungen erzählen und zeigte eine alte vergessene Bahnschwelle als einen stummen Zeitzeugen. Im Anschluss an die kleine Exkursion gab es noch am Haus Ripshorst Kaffee und Kuchen und wer mochte eine Currywurst vom Verkaufswagen Ziegenmichel.